Würzburger Kickers 2026/27: Ein Ausrufezeichen in Duisburg, dann der Absturz

Die Bundesliga ist mit dem Eröffnungsspiel zurück, aber ich möchte zwei Ligen tiefer gehen. In der 3. Liga läuft die Saison schon seit drei Wochen, und dort ist ein Verein zurück im Profifußball, der vier Jahre gebraucht hat, um wieder hierher zu finden: die Würzburger Kickers. Meine Prognose vorweg in einem Satz: Am Ende halten die Kickers die Klasse — aber nicht auf dem Weg, den die ersten drei Wochen nahelegen.
Die volle Prognose gibt es auch auf Youtube unter: https://youtu.be/teSDugpztFQ?si=dAmINqy8TxjUlWaK
Vier Jahre, um wieder hier zu stehen
Wer sich an 2021 erinnert, weiß, wie tief der Fall war. Nach Platz acht in der Hinrunde stürzten die Kickers in der Rückrunde der 2. Bundesliga auf einen Abstiegsrang, und ein Jahr später folgte der nächste Abstieg gleich hinterher. Ein Doppelabstieg, danach vier Jahre Regionalliga. Erst im Frühjahr, in den Relegationsspielen gegen Lok Leipzig, gelang der Sprung zurück.
Der Start in die neue Saison ist geglückt: ein 2:2 in Ingolstadt, ein 4:0 gegen Wiesbaden, dazu ein knappes Pokal-Aus gegen Köln. Als Aufsteiger steht man nach zwei Spieltagen auf Platz drei. Heute geht es zum MSV Duisburg, der beide Partien gewonnen hat und die Tabelle anführt — ein frühes Spitzenspiel also.
Dass ich mir ausgerechnet diesen vergleichsweise kleinen Verein für eine Saisonprognose vornehme, hat einen Grund: Ich glaube, den Saisonverlauf an seinem Vereinshoroskop ziemlich genau erkennen zu können.
Warum ich mich auf dieses Horoskop verlasse
Die Kickers wurden 1907 gegründet. Den Tag habe ich, die Uhrzeit nicht — die habe ich über bekannte Vereinsereignisse rektifiziert, und das Ergebnis hat sich seither immer wieder bewährt. Es trägt praktisch alles, was hier folgt.
Deutlich dünner ist die Personenebene, und das gehört offen dazugesagt. Von Cheftrainer Michael Schiele und Sportdirektor Sebastian Neumann sind die Geburtsdaten öffentlich, die Geburtszeiten nicht. Ich kann Transite zu ihren Planeten rechnen, aber weder Häuser noch Aszendent, und beim Mond bleibt über den Tag hinweg eine Unschärfe. Dasselbe gilt für die Spielerhoroskope. Was ich zu den Personen sage, hat deshalb ein anderes Gewicht als das, was ich zum Verein sage. Noch schwächer ist die Lage bei der SG Sonnenhof Großaspach: Dafür habe ich kein erprobtes Horoskop, sondern nur eine plausible Gründungskonstellation, die ich vorgetestet, aber nicht abgesichert habe.
Ein zweiter Vorbehalt betrifft die Termine. Für die Rückrunde stehen die Spieltage fest, die Tage nicht — und zwischen Freitag und Sonntag liegen bei einem schnell laufenden Transit Welten. Genau das macht eine Saisonprognose manchmal schwierig.
Heute in Duisburg: die markanteste Konstellation der Saison
Jupiter steht heute exakt auf dem Radix-Jupiter der Kickers. Alle zwölf Jahre kehrt er an die Position zurück, die er bei der Gründung hatte — rechnet man von 1907 aus vor, landet man bei genau diesem Tag. In dieser ganzen Saison finde ich keinen markanteren Einzelaspekt im Vereinshoroskop.
Dazu kommt die andere Seite. Auch das Horoskop des MSV Duisburg funktioniert gut, und dort steht heute Venus im Quadrat zu Saturn. Beides zusammen spricht deutlich für einen Auswärtssieg beim Tabellenführer, und es würde mich nicht wundern, wenn er überraschend hoch ausfällt. Die Buchmacher stehen bei ungefähr 6 für einen Würzburger Sieg, für einen klaren Sieg entsprechend höher. Ich erwarte heute den Spielverlauf, an den man sich am Saisonende erinnert — und die Zebras, die sich an einem Aufsteiger die Zähne ausbeißen.
Wie so ein Tag aussehen kann, hat sich vor drei Wochen schon einmal gezeigt. Eintracht Braunschweig wurde 1895 gegründet, zwölf Jahre vor den Kickers, und erlebte seine Jupiter-Rückkehr deshalb kurz vor ihnen — ausgerechnet am 1. Spieltag der 2. Bundesliga. Das Ergebnis war ein 6:1 in Magdeburg, ein Traumstart. Was danach kam, ist mindestens ebenso aufschlussreich: drei Heimniederlagen. Genau so verstehe ich diesen Transit — als einzelnen Ausschlag nach oben, an dem alles läuft, nicht als Saisonform. Ein 6:1 muss es heute nicht werden. Aber die Richtung stimmt, und anders als bei Braunschweig sage ich es diesmal vorher.
Der Weg durch die Saison
Spätsommer und Herbst
Kommende Woche gegen den VfB Stuttgart II finde ich eine positive Konstellation bei Tarsis Bonga. Nicht in der Größenordnung des heutigen Tages, aber in dieselbe Richtung: Der gute Start lässt sich hier ausbauen.
Und dann kommt der Punkt, an dem ich gegen den ersten Anschein deute. In meiner Übersicht ist für die Wochen danach viel Grün zu sehen — trotzdem erwarte ich einen schnellen und deutlichen Abfall. Besonders im Blick habe ich das Spiel bei Waldhof Mannheim: Fiele es auf Sonntag, den 18. Oktober, zeigt das Vereinshoroskop den Tag, an dem die Kickers auf dem Boden der Tatsachen ankommen. Für den 16. und 17. Oktober steht dort dagegen eine sehr positive Konstellation, aus der auch ein Sieg folgen kann. Terminiert ist die Partie inzwischen auf Samstag — nach meinem eigenen Kriterium fällt sie damit auf die positive Seite. Ich nehme dieses Spiel deshalb nicht in die Tippliste auf, sondern reiche den Tipp nach, wenn ich für den terminierten Tag neu gerechnet habe. An der Richtung des Oktobers ändert das nichts: Bis Ende des Monats ist der Absturz aus der Spitzengruppe für mich vollzogen.
Mitten in dieser Abwärtsbewegung liegt ein heller Punkt. Beim Auswärtsspiel in Fortuna Köln steht Jupiter im Quadrat zur Sonne im Vereinshoroskop. Ein Spannungsaspekt — den ich hier trotzdem positiv deute, als Ausreißer nach oben.
Winter
Derselbe Aspekt wiederholt sich zum Rückrundenauftakt, beim Heimspiel gegen den FC Ingolstadt 04 um den 23. Januar. Für mich hängen beide Partien zusammen, und beide gehen in dieselbe Richtung. Meine Tendenz ist positiv. Ich kann mich irren, es ist schließlich ein Spannungsaspekt — dann aber erwarte ich in beiden Spielen eine Niederlage, nicht in einem.
Denn selbst wenn der Auftakt gegen Ingolstadt gelingt: Danach beginnt die kritische Phase, und sie hält lange an. Sie setzt beim Auswärtsspiel in Wiesbaden Ende Januar ein, wo ich eine Niederlage erwarte. Einen freundlichen Punkt finde ich Anfang März im Heimspiel gegen den SC Verl, allerdings steht kurz davor ein kritischer Aspekt bei Sebastian Neumann. In diesen Wochen rechne ich mindestens mit einer deutlichen Leistungsdelle.
Frühjahr: der Tiefpunkt
Am deutlichsten wird es Mitte März, beim Heimspiel gegen den TSV Havelse. Saturn und Neptun stehen in Spannung zueinander, und diese Kombination geht im Kickers-Horoskop fast immer mit kritischen Resultaten einher. Auf dem Papier ist das eine machbare Aufgabe. Ich lege mich trotzdem auf eine Niederlage fest — das ist der Tipp, bei dem ich am weitesten von der Erwartungshaltung abweiche.
Kurz darauf, nach dem Heimspiel gegen Meppen und einer englischen Woche gegen Mannheim, liegt die Länderspielpause vom 22. bis 30. März. In diesem Fenster stellt Saturn sowohl bei Neumann als auch bei Schiele je einen Radixplaneten auf die Probe. Wenn bis dahin noch keine personelle Entscheidung gefallen ist, halte ich sie hier für wahrscheinlich. Einem Aufsteiger bringt man Geduld entgegen, das ist mir bewusst. Aber wenn die Tendenz bis dahin eindeutig in die falsche Richtung zeigt, ist das der Zeitpunkt, an dem Köpfe rollen.
Auch danach bleibt es kritisch. Ende April liegt ein Spannungsaspekt im Kickers-Horoskop genau zwischen den Auswärtsspielen bei Fortuna Düsseldorf und bei Viktoria Köln. Er kann beide Partien erfassen, mindestens eine wird er erfassen — erfahrungsgemäß trifft es die erste.
Das Saisonende
Zum Schluss möchte ich dann doch etwas Positives hervorheben. Am vorletzten Spieltag kommt es in Großaspach zum direkten Duell zweier Aufsteiger. Nach der Konstellation, die ich für die SG als plausibel ansehe, steht der Abstieg dort an genau diesem Tag fest — was im Umkehrschluss für die Kickers spricht. Bei ihnen finde ich mit Saturn im Sextil zu Mars einen stabilisierenden Aspekt. Dagegen steht Saturn im Quadrat zu Mars bei Michael Schiele, wobei offen bleibt, ob er zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch im Amt ist.
Und falls der Klassenerhalt dort noch nicht eingetütet ist, dann am letzten Spieltag gegen Preußen Münster: Um dieses Wochenende herum zeigt sich eine positive Konstellation bei Sebastian Neumann.
Die kritischen Punkte
- Bis zum 12. Spieltag Ende Oktober verlassen die Kickers die Spitzengruppe und stehen nicht mehr unter den ersten drei.
- Ende Januar beginnt in Wiesbaden eine kritische Phase, die sich bis in den März zieht.
- Mitte März ist das Heimspiel gegen Havelse der Tiefpunkt der Saison.
- Bis Ende März fällt eine personelle Entscheidung auf der Trainer- oder der Sportdirektorenposition.
- Ende April kostet das Auswärtsspiel in Düsseldorf Punkte.
- Am vorletzten Spieltag in Großaspach bleiben die Kickers ungeschlagen, spätestens am letzten Spieltag steht der Klassenerhalt.
Über die Saison hinaus
Für die Spielzeiten nach 2026/27 habe ich die Transite zum Vereinshoroskop noch nicht durchgerechnet, deshalb steht hier keine Aussage dazu. Sicher ist nur das Naheliegende: Die Jupiter-Rückkehr, auf der mein deutlichster Tipp beruht, wiederholt sich erst in zwölf Jahren.
Zum Schluss
Toller Start, dann auf dem Boden der Tatsachen angekommen, eine sehr schwierige Phase im Frühjahr — und am Ende reicht es doch. Gerettet wird der Aufsteiger mit den Punkten, die er jetzt im Spätsommer sammelt.
Diese Prognose sagt einem Aufsteiger einen Absturz voraus, eine lange schlechte Phase und möglicherweise eine Trennung. Das ist kein Urteil über den Verein und keine Abneigung gegen ihn. Ich greife mir die Kickers heraus, weil ihr Horoskop so gut funktioniert, dass ich mich damit festlegen kann. Der Klassenerhalt am Ende ist ebenfalls eine Aussage — und keine selbstverständliche.
Wir sehen uns heute Nachmittag in Duisburg.
Alles, was hier steht, ist eine astrologische Deutung, keine Gewissheit. Ich lege mich in Einzelaussagen fest, damit sie nachprüfbar sind. Alle Tipps aus diesem Beitrag stehen oben im Kasten und wandern anschließend in die Trefferbilanz.
Zum Abhaken
Die Prognose in Einzelteilen
Damit sich diese Prognose überprüfen lässt, steht sie hier als Liste einzelner Aussagen — jede mit ihrer Schwierigkeit. Aufgelöst wird, sobald es entschieden ist. Auch das, was danebengeht.
Die Würzburger Kickers gewinnen am 3. Spieltag beim MSV Duisburg
KühnQuote 5–8entscheidet sich: 3. Spieltag, 29. August 2026
Die Kickers gewinnen in Duisburg mit mindestens zwei Toren Unterschied
AußenseiterQuote 2–3entscheidet sich: 3. Spieltag, 29. August 2026
Setzt voraus, dass die Kickers in Duisburg gewinnen.
Die Kickers gewinnen das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II
NormalQuote 1,5–2entscheidet sich: 4. Spieltag, 6. September 2026
Nach dem 12. Spieltag stehen die Kickers nicht mehr auf einem der ersten drei Tabellenplätze
NormalQuote 1,5–2entscheidet sich: 12. Spieltag, 31. Oktober 2026
Aus dem Auswärtsspiel bei Fortuna Köln und dem Heimspiel gegen den FC Ingolstadt 04 gehen die Kickers ohne Niederlage hervor
AußenseiterQuote 2–3entscheidet sich: 12. und 20. Spieltag, 31. Oktober 2026 und 23. Januar 2027
Die Kickers verlieren das Auswärtsspiel beim SV Wehen Wiesbaden
NormalQuote 1,5–2entscheidet sich: 21. Spieltag, 30. Januar 2027
Die Kickers verlieren das Heimspiel gegen den TSV Havelse
GewagtQuote 3–5entscheidet sich: 28. Spieltag, 13. März 2027
Die Würzburger Kickers trennen sich bis zum 31. März 2027 von Cheftrainer Michael Schiele oder von Sportdirektor Sebastian Neumann
NormalQuote 1,5–2entscheidet sich: 31. März 2027
Die Kickers verlieren das Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf
NormalQuote 1,5–2entscheidet sich: 34. Spieltag, 24. April 2027
Die Kickers verlieren am vorletzten Spieltag bei der SG Sonnenhof Großaspach nicht
NormalQuote 1,5–2entscheidet sich: 37. Spieltag, 15. Mai 2027
Die SG Sonnenhof Großaspach steigt aus der 3. Liga ab
AußenseiterQuote 2–3entscheidet sich: Saisonende, 22. Mai 2027
Die Würzburger Kickers halten die Klasse
NormalQuote 1,5–2entscheidet sich: Saisonende, 22. Mai 2027
12 Tipps laufen — noch ist nichts entschieden.

